Sigmund Freud ist vor allem als österreichischer Tiefenpsychologe und Begründer der Psychoanalyse bekannt. Er war aber auch Neurologe, Kulturtheoretiker, Religionskritiker und einer der einflussreichsten Denker des 20. Jahrhunderts. Er revolutionierte die Erkenntnisse über die Untiefen der menschlichen Psyche und bis dato oft unerklärliche Handlungsweisen von Menschen. Seine Theorien und Methoden werden bis heute angewendet, diskutiert und auch kritisiert.

Sigmund Freud, Begründer der Psychoanalyse, raucht eine Zigarre (Fotografie von Max Halberstadt, ca. 1921)gemeinfrei
Sigmund Freud, Begründer der Psychoanalyse, raucht eine Zigarre (Fotografie von Max Halberstadt, ca. 1921)

Sigismund Schlomo Freud wird am 6. Mai 1856 in Freiberg/Mähren geboren, einem Teil des Kaisertums Österreich. Er ist der Sohn galizischer Eltern jüdischer Abstammung: Seine Mutter Amalia Nathansohn Freud (1835–1930) wird in Brody geboren und sein Vater Jacob Freud (1815–1896) in Tysmenitz im österreichischen Galizien. Für Jacob Freud ist dies bereits die dritte Ehe. Er bringt zwei Söhne aus erster Ehe mit in die Familie, diese sind rund zwanzig Jahre älter als Sigismund.