Sigmund Freud ist vor allem als österreichischer Tiefenpsychologe und Begründer der Psychoanalyse bekannt. Er war aber auch Neurologe, Kulturtheoretiker, Religionskritiker und einer der einflussreichsten Denker des 20. Jahrhunderts. Er revolutionierte die Erkenntnisse über die Untiefen der menschlichen Psyche und bis dato oft unerklärliche Handlungsweisen von Menschen. Eine seiner wichtigsten und bekanntesten Theorien ist das Drei-Instanzen-Modell vom Es, Ich und Über-Ich.

Wachsfigur von Sigmund Freud im Madame Tussauds WienAnton_Ivanov / shutterstock.com
Wachsfigur von Sigmund Freud im Madame Tussauds Wien

Nachdem Sigmund Freud von der materialistischen Auslegung der Hypnose abgerückt ist und sich stärker mit Suggestion beschäftigt hat, entwickelt er sukzessive eine eigene Methode, um ins Unterbewusstsein vorzudringen. Den Begriff Psychoanalyse verwendet er erstmals 1896, um sein Vorgehen zu beschreiben. Im Jahr 1899 besucht Sigmund Freud auch Hippolyte Bernheim, der Versuche mit posthypnotischer Suggestion durchführt. Aus diesen Versuchen schließt Freud, dass es etwas Unbewusstes in jedem Menschen geben müsse, das für einen Großteil der Handlungen verantwortlich ist.