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Naturheilpraxis 03/2021

Sekundäre Pflanzenstoffe für mehr geistige Fitness und Selbstvertrauen

Im Rahmen eines aktuellen Forschungsprojektes der Neurotrition, der Kombination der Neurowissenschaften mit den Ernährungswissenschaften, liegen jetzt erstmalig wissenschaftlich fundierte und publizierte Daten vor, die den Einfluss des Ernährungsverhaltens auf die geistige Leistungsfähigkeit beschreiben und erklären.

Ein Beitrag von Günter Wagner und Dr. Siegfried Lehrl
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Die Arbeitsgruppe um den Intelligenzforscher Dr. Siegfried Lehrl, Präsident der Gesellschaft für Gehirntraining (GfG) e.V., hat in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe um den Ernährungswissenschaftler Günter Wagner vom Deutschen Institut für Sporternährung e.V. die wissenschaftlichen Publikationen der vergangenen Jahre in diesen Bereichen gesichtet, ausgewertet und mit eigenen Studien ergänzt. Das Ergebnis dieses Forschungsprojektes ist das ABDD-Modell, das nachweislich die geistige Leistungsfähigkeit und das Selbstvertrauen steigern kann. Dabei stehen die Großbuchstaben für: A = Ausreichende Zufuhr sekundärer Pflanzenstoffe, B = Blutzuckerstabilisierung, D = Durstvermeidung und D = Dopamin- und Serotoninoptimierung.

Eine Erkenntnis vorab: Wer sich um seine geistige Leistungsfähigkeit kümmert, hat nicht nur gesundheitliche Vorteile, zum Beispiel in der Alzheimer-Prävention, und ein höheres Selbstvertrauen: Jeder zusätzliche IQ-Punkt bringt nach einer amerikanischen Studie jährlich rund 460 Dollar zusätzliches Einkommen.

Ausreichende Zufuhr sekundärer Pflanzenstoffe

Das Gehirn benötigt ein breites Spektrum an Nährstoffen. Bei einer abwechslungsreichen Lebensmittelauswahl, die auch Fleisch und Fisch enthält, scheint die Vitamin- und Mineralstoffaufnahme meist ausreichend zu sein. Nicht jedoch bei einer veganen Ernährungsweise. Durch eine Vielzahl von Studien ist belegt, dass die Aufnahme von Vitamin B12, Jod, Eisen und Zink bei einer veganen Ernährungsweise oft ungenügend und die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln zur Optimierung der geistigen Leistungsfähigkeit notwendig ist. Kaum bekannt ist jedoch, dass auch bei einer vermeintlich ausgewogeneren Ernährung mit Fleisch und Fisch ein gravierendes Defizit herrschen kann. Dieses besteht jedoch nicht im Bereich der Vitamin- und Mineralstoffversorgung, sondern im Bereich der sekundären Pflanzenstoffe, die, wie der Name schon sagt, über pflanzliche Lebensmittel aufgenommen werden, insbesondere über Obst und Gemüse.

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Naturheilpraxis 03/2021

Erschienen am 02. März 2021