Panorama
Naturheilpraxis 11/2022

Sehschärfentrübung nach Grauer-Star-OP

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Nach einer Katarakt-OP kann es auch mehrere Jahre nach dem Eingriff zu einer Sehschärfentrübung kommen. Eine sogenannte Cataracta secundaria ist allerdings keine Seltenheit. Auch wer bereits vor mehreren Jahren wegen eines Altersstars beidseitig eine Kunstlinse implantiert bekommen hat, kann davon betroffen werden. So können kleinblasige Eintrübungen in der Hinterkapsel das Sehvermögen mindern. Mit rund 10 bis 30 Prozent zählt die Cataracta secundaria zu den am häufigsten auftretenden Spätkomplikationen nach einer Operation des Grauen Stars. Dabei werden zwei Formen unterschieden: So können bei der häufigeren, „regeneratorischen“ Variante verbliebene Linsenepithelzellen entlang der Hinterkapsel in die optische Achse migrieren und proliferieren, was die Sicht trüben kann. Seltener hingegen ist der sogenannte „fibrotische“ Nachstar. Bei dieser Variante entwickeln sich Epithelzellen zu bindegewebsproduzierenden Zellen und es kommt zu einer fibrotischen Pseudometaplasie. In den meisten Fällen kann die Cataracta secundaria mit einer generell komplikationsarmen Kapsulotomie per YAG-Laser ambulant behandelt werden.

Quelle

Medical Tribune. n.rpv.media/5e7

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