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Naturheilpraxis 02/2021

Schwarzkümmel – ein Stiefkind unter den Antiallergika

Im Nahen Osten und in Indien gilt er als Wunderdroge, hierzulande wird das therapeutische Potenzial des Schwarzkümmels (Nigella sativa) jedoch oftmals noch ignoriert. Dabei ist er gerade für Allergiker vielfach von großem Nutzen. Von Wissenschaftlern wird die Arzneipflanze jedoch schon lange intensiv erforscht, sodass inzwischen zahlreiche Erkenntnisse zu ihrem umfangreichen Wirkungsspektrum vorliegen.

Ein Beitrag von Sabine Ritter
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Gibt man in der wissenschaftlichen Literaturdatenbank „Nigella sativa“ als Suchbegriff ein, erhält man fast 1 500 Treffer. Mehr als 50 Publikationen befassen sich mit der Wirkung von Schwarzkümmel bei Allergien, davon 14 Reviews, die nicht älter als fünf Jahre sind. Fast 20 Reviews werteten bereits die Ergebnisse von Studien zur Bedeutung der Pflanze für Asthmapatienten aus. Allerdings scheinen sich vornehmlich Wissenschaftler aus dem Nahen Osten mit der Erforschung dieses Mitglieds der Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae) zu befassen.

Der Schwarzkümmel ist im Südwesten Asiens einschließlich dem Nahen Osten beheimatet. Das einjährige, etwa kniehohe Kraut mit seinen mehrfach gefiederten, lanzettförmigen, schmalen Blättern und den kleinen, weißen Blüten bildet im Sommer dunkle Samen, die zahlreiche wirksame Substanzen enthalten (s. Tab. 1). Hierzu gehören unter anderem die fetten und ätherischen Öle. Medizinisch werden die Samen und ihr Öl sowie aus ihnen gewonnene Tinkturen verwendet. Eine Übersicht der umfangreichen pharmakologischen Wirkungen des Schwarzkümmels ist in Tabelle 2 zusammengestellt (1).

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Naturheilpraxis 02/2021

Erschienen am 02. Februar 2021