Die Einnahme hormoneller Kontrazeptiva kann Asthmatikerinnen offenbar vor schweren Asthmaschüben bewahren. Zu diesem Ergebnis kommt eine schwedische Studie, für die die Langzeitdaten von rund 83 000 Asthmapatientinnen im Alter zwischen 16 und 45 Jahren aus einem britischen Register analysiert wurden. Die Nachbeobachtungsdauer betrug durchschnittlich 17 Jahre. In die Analyse flossen verschiedene Arten hormoneller Kontrazeptiva, deren Anwendungsdauer sowie Exazerbationen ein. Von den Asthmapatientinnen nutzten 25 Prozent orale Östrogen-Progesteron-Kombipräparate und neun Prozent reine Progesteron-Präparate zur Verhütung. Die Progesteron-Monopräparate beeinflussten das Exazerbationsrisiko nicht wesentlich, hatten im Vergleich zur Nicht-Anwendung hormoneller Kontrazeptiva jedoch einen leichten protektiven Effekt. Bei den Kombipräparaten war dieser Effekt deutlicher ausgeprägt und ging sowohl bei vorangegangener, als auch bei noch andauernder Anwendung der Kontrazeptiva mit einer statistisch signifikanten Risikominderung schwerer Asthmaschübe einher. Eine Anwendungsdauer der Kontrazeptiva von mindestens drei Jahren war mit einem stärkeren protektiven Effekt assoziiert als eine kürzere Anwendungsdauer. 

Quelle

Medical Tribune. n.rpv.media/32o