Fachforum
Naturheilpraxis 02/2020

Schüßler-Salze in der Konstitutionstherapie

Obwohl die Schüßler-Salze häufig als Eigenmedikation von den Patienten eingesetzt werden, stellen sie nach wie vor eine wichtige Säule im Behandlungskonzept vieler Heilpraktiker dar. Insbesondere in der Konstitutionstherapie spielen sie eine große Rolle.

Ein Beitrag von Adelheid Henke
Lesezeit: ca. 9 Minuten

Ist die Therapie mit Schüßler-Salzen für uns in der naturheilkundlichen Praxis „verbrannt“? Gibt es ein Zuviel der Selbstmedikation? In jeder Zeitschrift finden wir Artikel zu Kuren für den Hausgebrauch. Bei Ernährungs- und Gesundheitsberatern haben die Mineralsalze, zumindest die 12 Basismittel, ebenfalls ihren Platz gefunden. Doch dabei steht immer nur der Akutzustand oder die Befindlichkeitsstörung im Vordergrund. Eine konstitutionelle Einordnung und dementsprechende Medikation fällt weg. Die Augendiagnose bietet uns hingegen wertvolle Hinweise, hinter den Vorhang zu blicken. Den Menschen durch eine individuelle Therapie zu stärken und ihn durch eine adäquate Aufklärung mehr zur achtsamen Eigenwahrnehmung zu bringen, ist mir ein Herzensanliegen geworden. Außerdem können wir durch die Schüßler-Salze z. B. auf feine Weise den Stoffwechsel positiv regulieren und das Immunsystem stimulieren.

Dieser Artikel soll ein Versuch sein – eine Ideenspende –, anhand von irisdiagnostischen Beispielen aufzuzeigen, wie wir unsere Schüßler-Salz-Verordnung in der Konstitutionstherapie wunderbar mit einsetzen können. Es mag banal erscheinen, aber sie sind kleine Helfer mit großer Wirkung.

Die mesenchymal-hypoplastische Konstitution

Die Iris der mesenchymal-hypoplastischen Konstitution (Maßliebcheniris) besticht durch ihre blütenblattähnliche Anordnung der krausenrandständigen Lakunen, die nur topolabil im Gesamtbild Bedeutung zeigen (s. Abb. 1). Die Schwäche im Binde- und Stützgewebe als konstitutionelles Merkmal, die als solche noch keinen pathologischen Prozess bedeutet, stellt eine Grundvoraussetzung für das „Standing“ des Patienten in seinem Leben dar. Das Bild zeigt eine Hypermobilität, genauso wie einen Elastizitätsverlust der Bindegewebsstrukturen (Bänder, Sehnen, Faszien) nebst einer Schwäche der mesenchymalen Abwehrkraft. Die Anfälligkeit für chronische Entzündungen im Sinne der „Silent Inflammation“, wie wir es heute bezeichnen, verdient besondere Beachtung. Zusätzlich finden wir in diesem Auge weitere Merkmale, den lymphatisch-hypoplastischen Anteil mit den im mesenchymalen Ausgleichsfeld angesiedelten Tophi. So verstärkt sich die Betonung der Abwehrschwäche rein konstitutionell.

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Naturheilpraxis 02/2020

Erschienen am 03. Februar 2020