Vorsichtig geschätzt sterben bei uns jedes Jahr rund 4 000 Menschen durch innere Blutungen infolge von Schmerzmittelgebrauch. Das sind mehr Todesopfer als durch Verkehrsunfälle.

„Gott, was ist Glück! Eine Grießsuppe, eine Schlafstelle und keine körperlichen Schmerzen – das ist schon viel!“
(Theodor Fontane)

Schmerzen müssen immer als Warnsignal des Körpers verstanden werden. Sie einfach durch die Einnahme von Analgetika auszuschalten, kann daher nicht das Nonplusultra sein.
Gemäß der Deutschen Schmerzliga haben hierzulande 12 bis 15 Millionen Menschen chronische, länger andauernde oder rezidivierende Schmerzen. Ein Drittel davon ist dadurch stark beeinträchtigt. Chronische Schmerzen sind besonders schwer zu behandeln, da Gehirn und peripheres Nervensystem häufig einen schwer zu durchbrechenden Teufelskreis in der Schmerzwahrnehmung bilden (1).