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Naturheilpraxis 07/2019

Schmerz und seine Bedeutung für die Naturheilkunde

Schmerz ist seit Beginn der Menschheitsgeschichte bis in die heutige Zeit ein bedeutendes Thema — auch in der Naturheilpraxis. Trotz moderner diagnostischer Kompetenzen und differenzierter Schmerztherapie leiden viele Menschen unter akuten oder chronischen Schmerzen und suchen nach geeigneten Behandlungskonzepten.

Ein Beitrag von Kay Kämmerer
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Nach Kandel, Schwartz und Jessell (Principles of Neural Science) wird Schmerz definiert als „Eine unangenehme sensorische und emotionale Erfahrung, die mit einer aktuellen oder potentiellen Gewebebeschädigung assoziiert wird“. Schon die alten Griechen fanden eine Definition. Sie bezeichneten den Schmerz als „bellenden Wachhund der Gesundheit“.

Aktuelle Medizinstatistiken zeigen, dass beispielsweise Rücken-, Nacken- und Schulterschmerzen als häufigste Beeinträchtigung bei ca. 50-70 % der gesamtdeutschen Bevölkerung auftritt. Der daraus resultierende volkswirtschaftliche Schaden und insbesondere der Leidensdruck der Betroffenen ist immens hoch. Dies erklärt auch, warum beispielsweise der Markt freiverkäuflicher Schmerzmittel enorme Umsatzzahlen aufweist. Laut Medizinstatistik betrug 2010 der Umsatz von Ibuprofen über 190 Millionen Euro (ca. 34,7 Millionen verkaufte Packungen), der Umsatz. Von ASS 58,4 Millionen Euro (11,15 Millionen verkaufte Packungen).

In den sechziger, siebziger und achtziger Jahren war man irrtümlich der Meinung, dass Schmerz aufgrund der Entwicklung potenter Arzneimittel irgendwann kein Problem mehr sei. Doch noch heute sind die Wartezimmer voll mit Schmerzpatienten. Dieser Umstand macht deutlich, dass die Betrachtung des Schmerzes als isoliertes Phänomen der Körperchemie zu eindimensional betrachtet wird. Schmerztherapie erfordert nach gegenwärtigem Wissensstand ein mehrstufiges, ganzheitliches Diagnostik- und Therapiekonzept, in das naturheilkundliche Aspekte genauso integriert werden können, wie schulmedizinische.

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Naturheilpraxis 07/2019

Erschienen am 01. Juli 2019