Verschiedene Metaanalysen haben in der Vergangenheit gezeigt, dass Diabetiker im Vergleich zu Nichtdiabetikern ein erhöhtes Demenzrisiko aufweisen. Eine britische Kohortenstudie hat nun herausgefunden, dass dies wohl unter anderem mit einer schlechten Blutzuckerkontrolle zusammenhängt. So waren in der Studie hohe oder schwankende HbA1c-Werte bei Typ-2-Diabetes mit höheren Demenzraten assoziiert. Eine gute Blutzuckerkontrolle könnte somit wichtig für den Erhalt der kognitiven Gesundheit sein. Für die Kohortenstudie wurden die Daten von fast 458 000 Typ-2-Diabetikerinnen und -Diabetikern ab 50 Jahren herangezogen, die im Schnitt sechs Jahre beobachtet wurden. Im Studienzeitraum wurde bei insgesamt 6,3 Prozent der Teilnehmenden eine Demenz diagnostiziert. Dabei zeigte sich, dass nach Bereinigung von Störfaktoren mit dem HbA1c-Wert auch das Demenzrisiko stieg: Mit jedem Prozentpunkt, den der HbA1c-Wert zulegte, stieg das Demenzrisiko um acht Prozent. Im Vergleich zu Personen mit guter Blutzuckerkontrolle (HbA1c 6–7 %) stieg das Demenzrisiko bei sich verschlechternder Kontrolle konstant an; um bis zu 40 Prozent, wenn der HbA1c-Wert über zehn Prozent lag. Auch größere HbA1c-Schwankungen waren mit einem höheren Demenzrisiko verknüpft.

Quelle

ÄrzteZeitung. n.rpv.media/3r8