Schwerpunkt
Naturheilpraxis 05/2020

Schlafstörungen, Lernschwierigkeiten und emotionale Traumata bei Kindern

Differenzierte Behandlungsansätze mit Bachblüten und Homöopathie

Im Kindesalter sind die Ursachen für Schlafstörungen, Lernschwierigkeiten und emotionale Traumata nicht immer ganz einfach zu deuten. Schläft das Baby schlecht, weil es die Anbindung zur Mutter sucht oder weil es an Reizüberflutung leidet? Hat das zehnjährige Kind Probleme in der Schule, weil es motorisch unruhig ist oder weil sich die Eltern gerade getrennt haben?

Ein Beitrag von Johannes Beyersdorff
Lesezeit: ca. 8 Minuten
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Je besser es gelingt, die Hintergründe von Schlafstörungen, Lernschwierigkeiten und emotionalen Traumata bei Kindern zu differenzieren, umso erfolgreicher wird die Behandlung mithilfe der passenden homöopathischen Arzneimittel oder Bachblüten ausfallen.

Schlafstörungen bei Babys und Kindern

In der heutigen Zeit muss bei Schlafstörungen zuerst die ständige Reizüberflutung als Auslöser in Betracht gezogen werden, doch auch emotionale Ursachen sind eine häufige Ursache. Je nach Begleitsymptomatik kommen in diesem Zusammenhang aus homöopathischer Sicht vor allem Nux vomica, Chamomilla, Coffea, Phosphorus und Pulsatilla in Betracht.

Symptome, die auf Nux vomica als passendes Mittel bei Schlafstörungen hinweisen, sind ein unregelmäßiger Lebensrhythmus, Probleme im Bereich des Verdauungsapparates und eine ausgeprägte Gereiztheit. Kinder, die Chamomilla brauchen, sind ebenfalls sehr gereizt. Die Tatsache, dass das weinende und schreiende Kind nach dem Aufwachen fast nicht zu beruhigen ist, weist besonders auf Chamomilla als passendes homöopathisches Arzneimittel hin. Die Coffea-Symptomatik erkennt man am „hellwachen Zustand“ des Kindes. Aufgrund der Überreizung des Nervensystems erwachen die Kinder insbesondere durch Geräusche sehr leicht aus dem Schlaf. Pulsatilla ist ebenfalls ein wichtiges Arzneimittel für Schlafstörungen bei Kindern, jedoch liegt hier die Ursache vor allem auf der emotionalen Ebene. Diese Kinder suchen nach Körperkontakt und wollen im Bett der Eltern schlafen. In vielen Fällen wird diese Schlafstörung durch emotionale Trennungserlebnisse von der Mutter wie Abstillen, Eingewöhnung in die Kita bzw. Kindergarten ausgelöst. Phosphorus ist das passende Mittel bei Schlafstörungen, wenn die Kinder häufig und leicht erwachen, dann über Durst und Hunger klagen und zumeist, wie bei Pulsatilla, nach Zuneigung suchen, um beispielsweise im Bett der Eltern weiterschlafen zu können (1).

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Naturheilpraxis 05/2020

Erschienen am 05. Mai 2020