Daten der Krankenkassen zeigen, dass Schlafstörungen rasant zunehmen. Besonders gehäuft treten diese Probleme im Rahmen neurologischer und neurodegenerativer Erkrankungen auf; zum Teil als Nebenwirkung der medikamentösen Behandlung dieser Erkrankungen. Zur Behandlung der Schlafstörungen ist nicht jede Therapie für alle neurologischen und neurodegenerativen Erkrankungen gleichermaßen geeignet. Um Wechselwirkungen mit den Medikamenten zu vermeiden, die zur Behandlung der neurologischen bzw. neurodegenerativen Erkrankungen eingesetzt werden, sind nichtmedikamentöse Maßnahmen zur Schlafförderung gegenüber der Pharmakotherapie meist zu bevorzugen. Parkinsonpatienten profitieren z. B. von einem Mix aus kognitiver Verhaltenstherapie, schlafhygienischen Maßnahmen, Melatoningaben, Tageslicht/Lichttherapie und Akupunktur. Demenzpatienten können Bewegung und Tageslicht/Lichttherapie zu einem besseren Durchschlafen und einer längeren Schlafdauer verhelfen. Um das Einschlafen zu fördern, kann bei ihnen Melatonin in Betracht gezogen werden. Bei MS-Patienten werden kognitive Verhaltenstherapie und schlafhygienische Maßnahmen empfohlen. Melatonin kommt bei ihnen ebenfalls infrage, um das Einschlafen zu fördern.

Quelle

Medical Tribune. n.rpv.media/2ic