Sind Schlafstörungen eher ein Problem von Frauen? Wenn man die Zahlen einer aposcope-Umfrage unter Apothekenpersonal sieht, scheint es jedenfalls so. Demnach greifen Frauen deutlich häufiger auf schlaffördernde Mittel zurück als Männer, insbesondere auf Schlafmittel zur Selbstmedikation. Von den befragten Apothekenmitarbeitern gaben 84 % an, dass Schlafmittel zur Selbstmedikation eher von weiblichen Kunden nachgefragt werden. Bei verschreibungspflichtigen Mitteln gaben dies 78 % an. Insgesamt werden aktuell häufiger ärztliche Rezepte für Schlafmittel vorgelegt als Mittel zur Selbstmedikation nachgefragt. Allerdings gibt es hier große Unterschiede: Schlafmittel auf Rezept sind vor allem bei den über 60-Jährigen verbreitet, in der Altersgruppe der 40- bis 49-Jährigen überwiegen Mittel zur Selbstmedikation. Von den Befragten gaben 81 % an, täglich oder mehrmals pro Woche Beratungsgespräche zu schlaffördernden Mitteln für die Selbstmedikation zu führen. Dabei empfehlen mehr als drei Viertel von ihnen pflanzliche Arzneimittel wie Baldrian-Kombipräparate (67 %) oder Lavendel (56 %).