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Naturheilpraxis 08/2019

Sanfte Hilfe bei Schlafstörungen

Damit „Gute Nacht“ nicht nur ein frommer Wunsch bleibt

Nacht für Nacht Schäfchen zu zählen, geht an Herz, Nerven und Nieren: Schlafstörungen machen Menschen das Leben schwer. Vielen gelingt es nicht, sich im Schlaf zu erholen. Inzwischen beschäftigen sich mehr Forscher als noch vor einigen Jahren mit Ursachen und Folgen der Insomnie und legen neue und hilfreiche Erkenntnisse vor.

Ein Beitrag von Martina Schneider
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Für immer mehr Menschen ist „Gute Nacht“ längst nur noch ein frommer Wunsch. Europaweit steigt die Zahl der von Ein- und Durchschlafstörungen Betroffenen seit Jahren kontinuierlich an: Die Insomnie liegt inzwischen mit einer Zwölf-Monats-Prävalenz von sieben Millionen Menschen auf Platz 2 hinter den Angststörungen (1). In der Folge ist nun auch nicht mehr vom Symptom die Rede, sondern von einer Erkrankung – das Handbuch „Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders“, kurz DSM-V, weist seit einigen Jahren die Insomnie als eigenständiges Krankheitsbild aus, unabhängig davon, ob der Betroffene zugleich an einer somatischen/somatoformen oder psychiatrischen Erkrankung leidet. Erkrankt ist derjenige, dessen Energie, Stimmung, Arbeitsfähigkeit, Konzentration oder Sozialverhalten tagsüber wegen des nächtlichen Schlafmangels eingeschränkt ist.

Alarmierende Zahlen

Müdes Deutschland: Schlafstörungen machen auch immer mehr Bundesbürgern zu schaffen, enthüllt der Gesundheitsreport 2017 der Deutschen Angestellten-Krankenkasse (DAK). „Seit 2010 sind die Schlafstörungen bei Berufstätigen im Alter zwischen 35 und 65 Jahren um 66 Prozent angestiegen“, sagt Jörg Bodanowitz. 80 Prozent der Arbeitnehmer fühlen sich hiervon betroffen, „hochgerechnet auf die Bevölkerung sind das etwa 34 Millionen Menschen“. Ein- und Durchschlafstörungen: Unter einer schweren Insomnie leidet jeder zehnte Arbeitnehmer, „seit 2010 gab es hier einen Anstieg von 60 Prozent“. Nur wenige Betroffene, erklärt Bodanowitz, lassen sich behandeln, und noch weniger melden sich beim Arbeitgeber krank. Für Unternehmen bedeutet das: Fast die Hälfte der Erwerbstätigen ist bei der Arbeit müde (43 Prozent), etwa ein Drittel (31 Prozent) regelmäßig erschöpft. Im Vergleich zu 2010 schlucken heute fast doppelt so viele Erwerbstätige Schlafmittel, Tendenz steigend.

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Naturheilpraxis 08/2019

Erschienen am 01. August 2019