Nacht für Nacht Schäfchen zu zählen, geht an Herz, Nerven und Nieren: Schlafstörungen machen Menschen das Leben schwer. Vielen gelingt es nicht, sich im Schlaf zu erholen. Inzwischen beschäftigen sich mehr Forscher als noch vor einigen Jahren mit Ursachen und Folgen der Insomnie und legen neue und hilfreiche Erkenntnisse vor.

Für immer mehr Menschen ist „Gute Nacht“ längst nur noch ein frommer Wunsch. Europaweit steigt die Zahl der von Ein- und Durchschlafstörungen Betroffenen seit Jahren kontinuierlich an: Die Insomnie liegt inzwischen mit einer Zwölf-Monats-Prävalenz von sieben Millionen Menschen auf Platz 2 hinter den Angststörungen (1). In der Folge ist nun auch nicht mehr vom Symptom die Rede, sondern von einer Erkrankung – das Handbuch „Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders“, kurz DSM-V, weist seit einigen Jahren die Insomnie als eigenständiges Krankheitsbild aus, unabhängig davon, ob der Betroffene zugleich an einer somatischen/somatoformen oder psychiatrischen Erkrankung leidet. Erkrankt ist derjenige, dessen Energie, Stimmung, Arbeitsfähigkeit, Konzentration oder Sozialverhalten tagsüber wegen des nächtlichen Schlafmangels eingeschränkt ist.