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Naturheilpraxis 08/2021

Ruhe im Kopf, Ruhe im Darm

Wer Stress im Kopf bewältigt, beruhigt auch seinen Darm

Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen: Für Betroffene ist die Diagnose ein Schock. Die Belastung, die mit der Erkrankung einhergeht, wird nicht leichter angesichts nur vermuteter Ursachen und wenig Aussicht auf Heilung. Doch das stimmt so nicht mehr: Denn die Psycho-Neuro-Immunologie, ein noch junger Zweig der Medizin, deckt neue Handlungsmöglichkeiten auf, die Hoffnung auf ein gutes Leben schenken.

Ein Beitrag von Martina Schneider
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Nach aktuellen Schätzungen der Barmer GEK leiden an die 470 000 Bundesbürger an einer chronischen entzündlichen Darmerkrankung (CED), Tendenz seit Anfang des 19. Jahrhunderts stetig steigend. Dies nährt die Vermutung, dass es sich zumindest zum Teil um eine Zivilisationskrankheit handelt. „Die Häufigkeit nimmt mit höherem Lebensstandard und verbesserten hygienischen Bedingungen zu“, resümiert Dr. Wilfred Landry, Facharzt für Innere Medizin/Gastroenterologie im bayerischen Dachau. Vielleicht weil das Immunsystem zu wenig herausgefordert wird?

Oft ist sie ein Begleiter fürs ganze Leben: Eine Colitis ulcerosa verläuft in Schüben und verursacht Geschwüre in der inneren Schleimhautschicht des Kolons. Am Mastdarm beginnt die Entzündung und endet spätestens am Übergang vom Dünn- zum Dickdarm. Betroffene klagen meistens über häufige, blutig-eitrige-schleimige Durchfälle (bis zu 20 jeden Tag), Krämpfe, Bauchschmerzen im linken Unterbauch, ständigen Stuhldrang, über das Gefühl unvollständiger Darmentleerung, Fieber, Herzrasen, Schwäche und Anämie.

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Naturheilpraxis 08/2021

Erschienen am 03. August 2021