Horizont
Naturheilpraxis 11/2021

Rhythmus durch Zeitgeber

Gesundungsperioden in der Naturheilkunde – Teil 2

Zeitgeber sind auf den Menschen wirkende äußere oder innere Signale, die als sich wiederholende regelhafte Reize auf Körperfunktionen rhythmengebend und zeitlich ordnend wirken können. In Teil 1 wurden die Auswahl eines Zeitgebers für die Behandlung, die Zeitgeberqualitäten sowie der Eigenrhythmus betrachtet. In diesem Teil stehen Zeitpunkt, Wirktiefe und Wirkdauer beim Einsatz eines Zeitgebers mit Blick auf die Reaktivperiodik im Mittelpunkt.

Ein Beitrag von Reinhard Schüttlöffel
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Zeitlich verläuft Genesung als dynamische Abfolge wechselnd ab- und aufbauender ergotrop-trophotroper Prozesse – inklusive Krisenzeiten – bis zur Beseitigung der Störung oder der Etablierung eines neuen Gleichgewichts. Diese reaktiven, mehrtägigen, umfassenden und rhythmisch strukturierten Umstellungen erfolgen autonom und können als körpereigener Gesundungsrhythmus aufgefasst werden. Er dauert je nach Alter und Reaktionstyp etwa sieben bis zehn Tage und weist häufig um den dritten bis vierten Tag eine krisenhafte Phase auf (1).

Rhythmisierte Behandlungen und Reaktivperiodik

Der Gesundungsrhythmus ist ein Unterrhythmus der lunaren Periodik. Der Heilverlauf beansprucht von der etwa 28-tägigen Mondphase entweder nur einen Bruchteil (zirkaseptan), die volle Phase oder sogar noch mehr (vielfacher Durchlauf der zirkaseptanen Periodik). Beispiele für zirkaseptane Gesundungsperioden sind Wundheilungsvorgänge oder die Ausheilung komplikationsloser Infektionserkrankungen, die nach sieben bis zehn Tagen überstanden sind.

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Naturheilpraxis 11/2021

Erschienen am 02. November 2021