Die Individualität eines Menschen ist primär an seinem Charakter, der Ausprägung seines Seelenleibs, abzulesen. Dieser Charakter bedingt, wie er mit seinen individuellen Freiheiten umgeht und welche er sich nimmt. Davon hängt auch ab, inwieweit sich sein Leben sinnvoll und heilsam entwickeln und er sich gesund halten kann.

Die Behandlung charaktertypischer Schwächen als Krankheitsursachen kann durch den Therapeuten – manchmal mit, manchmal ohne medikamentöse Unterstützung – selbst gelingen. Im Rahmen der Lebensrhythmus-Therapie der Soluna-Spagrik wird daher der Therapeut selbst als höchste, da richtungsstabil machende, Arznei verstanden. In diesem Sinn spielt er eine ganz außerordentlich tragende Rolle, nämlich die eines Heilers.

Leibliche Gesundheit und Grundstabilität sind primär an die kurzwelligen Lebenskreise Tag, Woche und Jahr gebunden. Der Mensch ist jedoch – im Unterschied zum Tier – als hoch geistig beseelter Körper vor allem ein seelenleibliches Wesen, für das die sinngebende Lebensrichtung und Richtungsstabilität wesentlich sind. Daher haben die rituell gefeierten Feste im Jahreskreis bereits das ganze Leben im Blick, und daher sind die langwelligen Lebenskreise Lebenszeit und Konstitution therapeutisch wesentlich.