So wie die Natur bestimmten Rhythmen folgt, ist auch unser Leben von Rhythmen geprägt. Gerät der Rhythmus aus dem Takt oder geht er gar verloren, wirkt sich das negativ auf unseren Körper und unsere Gesundheit aus. Im Zuge unserer Beitragsreihe widmen wir uns einem Rhythmus, der für unseren Alltag und unser soziales Leben eine große Rolle spielt: dem Wochenrhythmus. In diesem ersten Teil erfahren Sie, wieso dieser Siebentagesrhythmus für unsere Gesundheit so wichtig ist.

Sieben Tageszyklen ergeben einen Wochenzyklus. Nach dieser Rhythmik richten wir primär unser Leben aus, planen wir kurzfristig unseren Alltag und koordinieren unser soziales Leben:

  • Wir leben intensiv den Siebentagesrhythmus, die Woche: Am Montagmorgen liegt etwas Unromantisches, Missmutiges in der Luft, am Freitagnachmittag denken wir uns „Gott sei Dank ist Freitag“ und freuen uns schon auf das Wochenende. Ohne Anbindung an Freunde und Familie fühlen wir uns besonders samstagnachts sehr einsam und am Sonntagabend überkommt uns der Sonntagsblues.
  • Kurzfristig denken wir zunächst in Wochen: Unsere Arbeitszeiten orientieren sich an der Woche. Viele Zeitintervalle bemessen wir einfach nach Wochen, z. B. die Zeit vor und nach der Geburt, die Dauer des Urlaubs.
  • Die Ordnung unseres unmittelbaren sozialen Lebens ist an Tag und Woche festgemacht: Wir verabreden uns in einer bestimmten Woche, an einem bestimmten Wochentag, zu einer bestimmten Tages- bzw. Uhrzeit. Regelmäßige Treffen werden zu festen Ritualen, z. B. zum Stammtisch am Mittwochabend oder zum Kaffeeklatsch jeden Samstagnachmittag. Auch Feste wie das Osterfest gehören hierzu, das immer am Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond stattfindet.

Die raum-zeitliche Ordnung unseres Lebens hängt großteils vom Wochenrhythmus ab. Aus dieser Perspektive ist Ordnung nicht das halbe, sondern das ganze Leben.