So wie die Natur bestimmten Rhythmen folgt, ist auch unser Leben von Rhythmen geprägt. Gerät der Rhythmus aus dem Takt oder geht er gar verloren, wirkt sich das negativ auf unseren Körper und unsere Gesundheit aus. Wieso der Siebentagesrhythmus der Woche für unsere Gesundheit wichtig ist, war im ersten Teil dieses Beitrags zu lesen. Darauf aufbauend wird in diesem Artikel ein rhythmushygienischer Wochenlauf dargestellt.

„Am siebten Tag vollendete Gott das Werk, das er gemacht hatte, und er ruhte am siebten Tag, nachdem er sein ganzes Werk gemacht hatte. Und Gott segnete den siebten Tag und heiligte ihn; denn an ihm ruhte Gott, nachdem er das ganze Werk erschaffen hatte.“1 Bereits die Schöpfungswoche gestaltet sich als Ruhe-Aktivitäts-Zyklus – und damit formal zunächst einmal wie jeder andere natürliche Lebenszyklus.

In der jüdischen Tradition wird am siebten Tag der Woche der Sabbat begangen. Das Wort stammt aus dem Hebräischen und steht für „nachlassen, aufhören, ruhen, feiern“. Der Sabbat beginnt am Freitag nach Sonnenuntergang und endet am Sonnenuntergang des folgenden Tages. Entsprechend ist nach jüdischer, christlicher und islamischer Tradition der Samstag der letzte und der Sonntag der erste Tag der Woche. So wird es bis heute in den arabischen Ländern und in den USA gehandhabt. Wie aus der Matrix in Abbildung 1 hervorgeht, erachtet auch die Soluna-Spagyrik den Sonntag als ersten Wochentag.