Der Lebenszeitkreis gehört zu den langwelligen Zeitkreisen innerhalb unserer Lebensrhythmik. Im Gegensatz zu Tages-, Wochen- und Jahreskreis, die wir mehrfach durchlaufen, durchleben wir die sechs Zeitqualitäten des Lebenskreises je nur einmal. Daher ist in diesem Zeitkreis Rhythmushygiene besonders wichtig: Wir müssen schon beim ersten Versuch alles richtig machen, es gibt keine zweite Chance dafür.

Wenn es den ganzen Tag über nur geregnet hat, dann scheint oft schon am nächsten Tag wieder die Sonne. Wenn wir unser Wochenpensum nicht schaffen, dann erledigen wir die Restarbeiten in der Folgewoche. Einem verregneten Sommer folgt schon bald ein sonniger, denn auch im Jahr gilt: auf Regen folgt Sonnenschein. Verpassen wir allerdings den Sommer unseres Lebens, unsere Jugend, dann gibt es keine zweite Chance mehr. Wer im Lebenszeitkreis zu spät kommt, den bestraft das Leben.

Abb. 1: Die Uhr der Zeitqualität ​Christoph Proeller
Abb. 1: Die Uhr der Zeitqualität ​

Werfen wir einen Blick auf die Uhr der Zeitqualität (Abb. 1): Im oberen großen Rhythmusbild steht der Zeiger des Lebenszeitkreises (rot) auf dem 35. Lebensjahr. Das heißt, der Zeiger des Tageskreises (gelb) hat sich bereits etwa 12 800 Mal im Uhrzeigersinn gedreht, der Zeiger des Jahreskreises (blau) etwa 35 Mal und der Zeiger des Lebenszeitkreises (rot) – ausgehend vom Merkuraufsprung im Leben, unserer Geburt – um etwa 150 Grad.