Frauen sind von rheumatoider Arthritis bzw. Gelenkveränderungen, Schmerzen und krankheitsspezifischer Fatigue stärker betroffen als Männer. Die Gründe dafür sind noch unbekannt, unter anderem werden aber hormonelle Einflüsse vermutet. Darauf lässt auch eine aktuelle US-amerikanische Studie schließen, die die Auswirkungen der Menopause auf rheumatoide Arthritis (RA) untersucht hat. Die rund 8 200 Teilnehmerinnen waren bereits vor ihrer Menopause an einer RA erkrankt und befanden sich zu Beginn der Studie entweder in der Prämenopause oder bereits in der Postmenopause. Über 15 Jahre hinweg wurde halbjährlich der funktionelle Abbau bei den Probandinnen erfasst. Das Ergebnis der Studie: Die Postmenopause schlägt Frauen auf die Gelenke. Nach Eintritt der Menopause verstärkte und beschleunigte sich der funktionelle Abbau bei allen RA-Patientinnen. Bei Frauen, die wenigstens einmal schwanger gewesen waren oder irgendwann eine hormonelle Ersatztherapie erhalten hatten, fiel dieser Effekt schwächer aus. In weiteren Studien wollen die Forscher nun den hormonellen Einfluss auf den funktionellen Abbau bei RA-Patienten untersuchen.