Bei Rauchern mit rheumatoider Arthritis sind sowohl die Krankheitsaktivität als auch das Herz-Kreislauf-Risiko im Vergleich zu nichtrauchenden Patienten erhöht. Durch einen Rauchstopp können sie ihr Risiko für akute Herz-Kreislauf-Ereignisse auf das Niveau von Patienten senken, die nie geraucht haben. Auch die Krankheitsaktivität sinkt durch einen Rauchstopp und die Wirkung von Antirheumatika wird verbessert. In einer internationalen Studie wurden die Auswirkungen des Rauchens auf Krankheitsaktivität, Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Häufigkeit von Herz-Kreislauf-Erkrankungen untersucht. An der Studie nahmen 3 311 Patienten mit rheumatoider Arthritis teil, von denen 887 Raucher waren, 1 012 ehemalige Raucher und 1 412 Nichtraucher. Von allen Patienten wurden Daten zur Krankheit, zur Medikation und zu Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erfasst. Die Raucher hatten eine signifikant höhere Krankheitsaktivität verglichen mit den ehemaligen Rauchern oder Nichtrauchern. Das Risikoprofil für Herz-Kreislauf-Erkrankungen war bei den Rauchern am schlechtesten, sie hatten beispielsweise oft erhöhten Blutdruck und schlechte Blutfettwerte, infolgedessen kam es bei ihnen auch am häufigsten zu akuten Herz-Kreislauf-Ereignissen.

Quelle

DeutschesGesundheitsPortal. n.rpv.media/2vt