Schwerpunkt
Naturheilpraxis 08/2022

Rheumatoide Arthritis natürlich im Griff: Curcumin und Omega-3-Fettsäuren wirken synergistisch

Von der Rheumatoiden Arthritis (RA), einer entzündlich-rheumatischen Erkrankung, sind ca. 1 % der Menschen in Deutschland betroffen. Diese Autoimmunerkrankung beginnt meist nach dem 50. Lebensjahr und tritt bei Frauen dreimal häufiger auf als bei Männern. Entstehung und Weiterentwicklung der Erkrankung sind abhängig von genetischen, epigenetischen und umweltbedingten Faktoren sowie vom Lebensstil. Aktuelle Studien zeigen, dass die unterstützende Einnahme von Curcumin und Omega-3-Fettsäuren, v. a. Eicosapentaensäure (EPA), zur natürlichen Prävention und Therapie empfohlen werden kann.

Lesezeit: ca. 8 Minuten
tarapong srichaiyos / shutterstock.com

Die Rheumatoide Arthritis (RA) ist eine chronische, immunvermittelte, entzündliche Erkrankung, die mittel- bis langfristig durch die Zerstörung des betroffenen Gelenks sowie durch Knochenresorption gekennzeichnet ist und bei der viele Entzündungswege zu Gelenk- und systemischen Entzündungen beitragen. Bei einer RA kommt es zur Bildung von Antikörpern gegen citrullinierte Proteine und zur entzündlichen Infiltration der Synovialmembran – die Schleimhaut, die die Gelenke von innen auskleidet. Als proinflammatorische Substanzen sind hier u. a. Monozyten, T-Lymphozyten und B-Zellen zu nennen. Sie produzieren zusätzliche, proinflammatorische Zytokine (TNF-α, IL-1β, IL-6). Diese Dysregulation des Immunsystems führt zu einer Art Teufelskreis, bei dem der einmal eingeleitete Immunprozess stetig verschlimmert wird. In der Folge werden weitere Immunzellen und Osteoklasten aktiviert, die den Abbau der Knorpelmatrix vorantreiben.

Psychischer Stress, Rauchen, Adipositas und eine Fehlbesiedlung des Darms (unphysiologische Mikrobiota) erhöhen das Risiko für eine RA. Diese Faktoren können die Produktion von entzündungsfördernden Zytokinen triggern. Für die weitere Pathogenese sind fehlregulierte Funktionen von drei wichtigen T-Helferzellsubtypen und regulatorische T-Zellen sowie B-Zellen als Produzenten mehrerer Autoantikörper mitverantwortlich.

Lesen Sie den vollen Artikel in

Naturheilpraxis 08/2022

Aktuelle Ausgabe
Erschienen am 02. August 2022