Viele Patienten mit rheumatoider Arthritis (RA) meiden Bewegung und Sport, aus Angst, dass ihre Beschwerden dadurch verschlimmert oder ihre Gelenke geschädigt werden könnten. Dabei hat Bewegung vielfältige positive Einflüsse bei Patienten mit RA und trägt zur Schmerzreduktion bei. Zu diesem Schluss kommt eine dänische Studie, bei der durch individuell abgestimmte Verhaltensintervention mehr körperliche Aktivität in den Alltag gebracht wurde. Dadurch konnten die Patienten die täglich im Sitzen verbrachte Zeit der Patienten reduzieren . An der 16-wöchigen Studie nahmen 150 Patienten mit RA teil. Die Hälfte von ihnen wurde der Interventionsgruppe zugeordnet, die andere Hälfte der Kontrollgruppe. In der Interventionsgruppe konnte die täglich im Sitzen verbrachte Zeit um 1,61 Stunden reduziert werden, während sie in der Kontrollgruppe um 0,59 Stunden pro Tag anstieg. In der Interventionsgruppe waren Müdigkeit und Schmerzen zum Ende der Studie deutlich reduziert, Selbstvertrauen und Lebensqualität gesteigert. Die Reduktion der im Sitzen verbrachten Zeit hatte außerdem einen günstigen Einfluss auf den Cholesterinwert der Mitglieder der Interventionsgruppe, was das Risiko von Gefäßkrankheiten und Herzerkrankungen senkt.