Frauen vor der Menopause, die unter rezidivierenden Harnwegsinfekten leiden und täglich weniger als 1,5 Liter Flüssigkeit zu sich nehmen, sollten ihren Wasserkonsum steigern. Zu diesem Schluss kamen amerikanische Wissenschaftler im Rahmen einer Studie mit 140 Betroffenen. Eine Gruppe der Teilnehmerinnen sollte täglich zusätzlich zu ihrer üblichen Flüssigkeitsaufnahme 1,5 Liter Wasser trinken, wohingegen die Frauen in der Kontrollgruppe ihre Trinkgewohnheiten nicht änderten.
Im Durchschnitt litten die Teilnehmerinnen vor der Intervention 3,3-mal im Jahr an einer Zystitis. Während des 12-monatigen Beobachtungszeitraums erkrankten die Frauen in der Kontrollgruppe weitgehend unverändert häufig an Harnwegsinfektionen. Bei den Frauen, die ihren Wasserkonsum entsprechend den Vorgaben der Forscher steigerten, wurden durchschnittlich 1,7-mal seltener (nur noch etwa halb so oft) Infektionen der Harnwege beobachtet. 216 der 327 festgestellten Zystitiden betrafen Frauen aus der Kontrollgruppe. Diese Teilnehmerinnen benötigten häufiger Antibiotika als die Frauen, die ihren Wasserkonsum gesteigert hatten. Autorin: Sabine Ritter