Horizont
Naturheilpraxis 02/2021

Recyclingsysteme der Zelle

Proteasomen und Autophagie

Neben dem Ubiquitin-Protease-System ist die Autophagie überlebenswichtig für die menschliche Zelle, um die Qualität der produzierten Proteine zu kontrollieren, diese gegebenenfalls zu eliminieren und wiederzuverwerten. Im Folgenden soll die Leistung von Prof. Ohsumi gewürdigt werden und das Zusammenspiel der beiden Recyclingsysteme erläutert werden.

Ein Beitrag von Jens Bielenberg
Lesezeit: ca. 6 Minuten
Kateryna Kon / shutterstock.com

Für seine Forschungen über den sogenannten Autophagie-Mechanismus ist der japanische Wissenschaftler Yoshinori Ohsumi mit dem Nobelpreis für Medizin ausgezeichnet worden. Autophagie bzw. Autophagozytose gehören zu den wichtigsten Prozessen im menschlichen Körper. Beide Begriffe sind synonym zu verwenden und beschreiben denselben Vorgang im Körper, den man aus der griechischen Bedeutung ableiten kann. „Auto“ heißt „selbst“ und „phagein“ bedeutet „fressen“. Es geht folglich um den Selbstkannibalismus unseres Körpers beziehungsweise unserer Körperzellen.

Im Jahr 2004 ging der Nobelpreis für Chemie an Aaron Ciechanover, Avram Hershko und Irwin Rose, die die Proteasomen erforscht hatten, die neben der Autophagie ebenfalls an Recycling- und Entsorgungsprozessen der Zelle beteiligt sind.

Yoshinori Ohsumi

Ohsumi hat in den 90er-Jahren den Prozess der Autophagie an Hefezellen entschlüsselt und dann später gezeigt, dass dieser Prozess beim Menschen analog erfolgt und welche Gene eine Rolle spielen.

Lesen Sie den vollen Artikel in

Naturheilpraxis 02/2021

Erschienen am 02. Februar 2021