Rauchen ist schädlich – das dürfte den meisten bewusst sein. Und trotzdem rauchen nach wie vor viele Deutsche. Ein Grund dafür ist sicher die schwierige Entwöhnung, wenn man erst einmal mit dem Rauchen angefangen hat und tabakabhängig ist. Um Patienten auf ihrem Weg ins Nichtraucherdasein unter die Arme zu greifen, stehen der Naturheilkunde unterschiedliche Methoden zur Verfügung.

Die Erfahrung aus der Praxis zeigt, dass das Gesundheitsbewusstsein vieler Menschen in den letzten Jahren zugenommen hat. Sie achten auf ihre Ernährung, treiben Sport und sind darüber informiert, was ihrem Körper und ihrer Psyche schadet. Wenn man jedoch bedenkt, dass der hohe Anspruch unserer Leistungsgesellschaft und auch private Verpflichtungen dem sozialen Umfeld gegenüber Menschen stark beanspruchen, wird deutlich, dass ein Ausgleich geschaffen werden muss.

Eine Möglichkeit hierfür ist der Griff zur Zigarette, weil Nikotin im ersten Moment positive Gefühle hervorruft, die die möglichen Langzeitschäden zunächst unwichtig machen bzw. in den Hintergrund treten lassen. Diese sind allerdings in keiner Weise unerheblich, sondern in vielen Fällen sogar tödlich. Obwohl die Zahl der Raucher in den letzten Jahren immer weiter gesunken ist, verstarben im Jahr 2013 immer noch 121 000 Menschen in Deutschland an den Folgen des Rauchens. Je nach Bundesland rauchten damals noch 27 bis 35 Prozent der Männer und 17 bis 24 Prozent der Frauen, was folglich jeder dritte Deutsche war (1). Auch wenn Folgeerkrankungen nicht zwangsläufig bei jedem Raucher auftreten müssen, ist das Risiko, im Lauf des Lebens aufgrund von Tabakkonsum zu erkranken, relativ hoch.