Dass Rauchen die Atemwege und Gefäße schädigt, ist allgemein bekannt. Eine japanische Studie hat nun gezeigt, dass Raucher offenbar auch ihr Gehör gefährden. So steigt mit jeder Zigarette das Risiko für einen Hörverlust. Für die Studie wurden über 50 000 Teilnehmer bis zu acht Jahre lang beobachtet und jährlich audiometrisch untersucht. Die Probanden waren zu Beginn der Studie zwischen 20 und 64 Jahren alt und hatten beim ersten Hörtest normale Ergebnisse. Über den Beobachtungszeitraum erlitten 3 532 Probanden einen Hörverlust im Hochfrequenzbereich und 1 575 im Niedrigfrequenzbereich. Damit haben Raucher im Vergleich zu Nichtrauchern ein um 60 Prozent höheres Risiko, einen Hörverlust im hohen Frequenzbereich zu erleiden. Im tiefen Frequenzbereich ist das Risiko um 20 Prozent erhöht. Das Risiko steigt laut der Studie mit der Anzahl der täglich konsumierten Zigaretten an, lässt sich durch einen Rauchausstieg jedoch in einer recht kurzen Zeit wieder normalisieren.