Bei Diabetes ist das Mortalitätsrisiko allgemein erhöht. Durch einen gesunden Lebensstil können Betroffene dieses Risiko jedoch senken und ihre Lebenserwartung steigern. Unter anderem scheint sich Radfahren positiv auf die Lebenszeit auszuwirken, unabhängig davon, welchen zusätzlichen körperlichen Aktivitäten Diabetikerinnen und Diabetiker nachgehen. Zu diesem Schluss kam eine dänische Studie mit fast 7 500 erwachsenen Diabetes-Patienten aus zehn westeuropäischen Ländern. Die Probandinnen und Probanden waren Teil der EPIC-Studie (European Prospective Investigation Into Cancer and Nutrition) und zu Studienbeginn durchschnittlich 56 Jahre alt. Über einen Zeitraum von acht Jahren gaben sie regelmäßig Auskunft über ihren Lebensstil, darunter auch über die Zeit, die sie wöchentlich auf dem Fahrrad verbrachten. Unter Berücksichtigung anderer Einflussfaktoren zeigte sich ein deutlicher Einfluss des Radfahrens auf die Gesamtmortalität. Bei bis zu 59 Minuten wöchentlichem Radfahren sank die Gesamtmortalität im Vergleich zu nicht-radfahrenden Diabetikern um 22 Prozent; bei 60 bis 149 Minuten um 24 Prozent und bei 150 bis 299 Minuten um 32 Prozent. Auch Diabetiker, die erst nach Studienbeginn mit dem Radfahren begannen, profitierten von diesem Effekt.

Quelle

ÄrzteZeitung. n.rpv.media/3rq