Schwerpunkt
Naturheilpraxis 08/2019

Psychosomatische Erkrankungen alternativ mit TCM behandeln

Depressionen, Ängste und Panikattacken werden schulmedizinisch in der Regel mit Medikamenten behandelt, die mitunter starke Nebenwirkungen aufweisen können. Eine sanftere alternative Behandlungsmethode bietet die traditionelle chinesische Medizin (TCM) mit Akupunktur, Moxibustion, Phytotherapie und Ernährung nach den fünf Elementen. Die TCM kann den Heilungsverlauf von psychosomatischen Krankheiten beschleunigen und gegebenenfalls die Einnahme von allopathischen Medikamenten reduzieren.

Ein Beitrag von Jeannette Laux
Lesezeit: ca. 7 Minuten
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Im Buch des gelben Kaisers steht: „Alle Krankheiten entstehen aus Qi-Störungen. Wut verursacht entgegengesetzten Fluss des Leber-Qi. Übermäßige Freude entspannt Qi und kann das Herz träge machen. Angst und Furcht verursacht Qi-Absinken und schadet der Nierenenergie. Schreck stört den Qi-Fluss. Überanstrengung führt zur Qi-Erschöpfung, Grübeln zur Qi-Blockade. Körperliches und seelisches Wohlbefinden hängen davon ab, ob der Körper ausreichend mit Qi und Blut versorgt wird und dass Qi frei fließen kann.“ (1) Ist dies nicht der Fall, entstehen häufig emotionale Störungen wie lethargische depressive Zustände, Schlafstörungen, Hysterie, Unruhe und Angstzustände. Emotionale Disharmonien schaden der Essenz, Qi, Shen und Xue, sie führen zu einem Ungleichgewicht zwischen Yin und Yang sowie zu Meridianblockaden.

Was ist die Psyche aus Sicht der TCM?

Die westliche Medizin kennt nur einen Begriff für die Psyche, bzw. Seele, die traditionelle chinesische Medizin dagegen spricht von fünf Seelenaspekten (wushen), die einem bestimmten Meridian zugeordnet sind.

Zang-Organ

Zugehöriger Seelenaspekt

Aufgaben

Herz

Shen (Geist)

psychische Aktivität, Bewusstsein, Gedächtnis, Denken, Schlaf

Leber