Fachforum
Naturheilpraxis 10/2019

Psychologischer Stress und die Barrierefunktion der Haut

Glycyrrhetinsäure aus der Süßholzwurzel in der Therapie des atopischen Ekzems

Glycyrrhizinsäure ist ein Inhaltsstoff der Süßholzwurzel und Rohstoff bei der Herstellung von Lakritz. Bei der natürlichen Hydrolysierung der Glycyrrhizinsäure entsteht Glycyrrhetinsäure. Aufgrund entzündungshemmender und antibakterieller Effekte hat diese eine positive Wirkung bei verschiedenen Hauterkrankungen, unter anderem bei der atopischen Dermatitis.

Ein Beitrag von Jens Bielenberg
Lesezeit: ca. 7 Minuten
Ana-Maria Tegzes / shutterstock.com

Bei Neurodermitis (auch atopisches Ekzem, atopische Dermatitis) handelt es sich um eine chronische oder chronisch-rezidivierende entzündliche Hauterkrankung, die mit starkem Juckreiz einhergeht und in Schüben verläuft. Neurodermitis zählt zu den häufigsten Hauterkrankungen in Deutschland. Schätzungsweise 3,8 Millionen Menschen sind betroffen. Allerdings nimmt die Häufigkeit der Erkrankung mit dem Alter ab. So leiden in Europa während der Einschulung etwa 10 bis 15 Prozent der Kinder zumindest zeitweilig unter Neurodermitis. Im Gegensatz dazu sind nur etwa 1,5 bis 3 Prozent der Erwachsenen betroffen.

Bei den Ursachen für Neurodermitis spielen unterschiedliche Faktoren eine Rolle: Experten gehen heute von einer Kombination aus genetischer Veranlagung und speziellen Triggerfaktoren wie Stress, Kosmetika oder Nahrungsmitteln aus. Wie die Bezeichnung Neurodermitis bereits beschreibt, haben auch psychische Belastungen eine Bedeutung als Auslöser. Es gibt neue wissenschaftliche Erkenntnisse hinsichtlich der Auswirkungen von psychologischem Stress (PS) auf die Barrierefunktion der Haut (1). Diese liefern interessante weitergehende Interpretationsmöglichkeiten hinsichtlich der Wirksamkeit von Inhaltsstoffen der Süßholzwurzel beim atopischen Ekzem.

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Naturheilpraxis 10/2019

Erschienen am 01. Oktober 2019