Negative Auswirkungen einer hohen Stressbelastung können mithilfe naturheilkundlicher Therapien durch frühzeitige Stärkung der Resilienz verringert oder möglicherweise vermieden werden.

Die Sorge um die Gesundheit von Familienmitgliedern und Freunden, Kontaktbeschränkungen, das Tragen von Mund- und Nasenbedeckungen, der Wechsel von Lockerungen und Verschärfungen in den Maßnahmen zur Reduzierung der Infektionsraten, wirtschaftliche Unsicherheit und finanzielle Sorgen gehören seit über einem Jahr zum Alltag. Trotzdem hat sich meist keine Routine im täglichen Leben etabliert und von einer Gewöhnung an diese Situation kann keine Rede sein. Dass die aktuelle Pandemie mit SARS-CoV-2 reich an psychosozialen Stressoren ist und die Stressbelastung immens steigt, war absehbar und wurde inzwischen weltweit nachgewiesen. Große Studien aus den USA und der Schweiz zeigten beispielsweise, dass die Stressbelastung über Monate hinweg auf einem sehr hohen Niveau blieb und gleichzeitig vermehrt klinisch-relevante depressive Symptome auftraten (1, 2). Im Vergleich zum Februar 2020 stieg die Anzahl der Personen bis November 2020 mit bekannten schweren depressiven Symptomen um mehr als das Fünffache an, auf 18,4 % (2).