Psoriasis-Patienten haben ein erhöhtes Risiko, Begleiterkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems zu entwickeln. Das könnte mit erhöhten Homozysteinspiegeln aufgrund von Folsäuremangel zusammenhängen, wie eine Metaanalyse aus Taiwan vermutet. Erhöhte Werte der Aminosäure Homozystein können die Gefäße schädigen und das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen. Risikofaktoren für erhöhte Homozysteinwerte sind neben Übergewicht, Rauchen und dem Konsum von Alkohol auch ein Mangel an Vitamin B12 und/oder Folsäure. In ihrer Übersichtsarbeit werteten die Forscher 24 Studien aus, in denen der Homozystein-, Folat- und Vitamin-B12-Spiegel im Blut von Psoriasis-Patienten und gesunden Probanden gemessen wurde. Im Vergleich zu den Kontrollpersonen hatten Patienten mit Psoriasis einen deutlich höheren Homozysteinspiegel, litten häufiger an Homozysteinanämie und wiesen einen geringeren Folsäurespiegel auf. Beim Vitamin-B12-Spiegel konnten keine signifikanten Unterschiede festgestellt werden. Weitere Untersuchungen müssen diese Erkenntnisse bestätigen. Es sei jedoch sinnvoll, die Folsäure- und Homozysteinwerte von Psoriasis-Patienten regelmäßig zu prüfen und gegebenenfalls Folsäure zu supplementieren, um Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorzubeugen.