Schwerpunkt
Naturheilpraxis 07/2018

PRP im ästhetischen Bereich

Plättchenreiches Plasma als wirkungsvolle Möglichkeit zur Regeneration von Haut und Haaren

Die Entdeckung von plättchenreichem Plasma (PRP) für die Praxis im ästhetischen Bereich liegt nur wenige Jahre zurück (1). Noch 2014 auf dem weltgrößten Kongress für Anti-Aging-Medizin, dem "Aesthetic & Anti-Aging Medicine World Congress AMWC" in Monaco,spielte PRP erst einmal nur am Rande eine Rolle. Die theoretische Auseinandersetzung mit dem Thema ließ die Teilnehmer noch ratlos zurück, während die Praktiker vor allem auf dem Gebiet des Haarwachstums begeistert ihre Erfahrungen mit PRP hervorhoben.

Ein Beitrag von Andrea Manca und Kerstin Holdt
Lesezeit: ca. 8 Minuten

In den darauffolgenden Jahren rückte PRP immer mehr ins Zentrum der Aufmerksamkeit vieler internationaler Kongresse. Diese Entwicklung ist nicht zuletzt den sichtbaren Erfolgen und der wachsenden Nachfrage vieler Patientinnen und Patienten nach sanften, nebenwirkungsarmen und regenerativen Alternativen und Ergänzungen zur chirurgischen Behandlung in der Anti-Aging-Medizin zu verdanken. Der Charme dieser Therapie liegt natürlich auch darin, dass nur autologes Material verwendet wird, also die Wirkstoffe vom Patienten selbst stammen. Das eliminiert die Risiken einer anaphylaktischen Reaktion.

Zur Studienlage

Inzwischen beschäftigt sich eine Reihe von Studien mit den Wundheilungseffekten, der Wirkungsweise, den wirksamen Inhaltsstoffen und deren Anzahl im PRP: den aus einer geringen Blutmenge durch Zentrifugation gewonnenen Thrombozyten und den aus ihnen herrührenden Wachstums- und Wundheilungsfaktoren. So sprechen die Autoren Eppley, Woodell und Higgins in ihrer von der amerikanischen Gesellschaft Plastischer Chirurgen 2004 veröffentlichten experimentellen Publikation „PRS Volume 114“ von einer „Modulation der Wundheilung in weichem und hartem Gewebe durch aktivierte Thrombozyten. Um die Wundheilungskaskade in Gang zu setzen, stellt man ein autologes Thrombozyten-Konzentrat, gelöst in Plasma her (PRP), welches Wachstumsfaktoren enthält und das in das zu heilende Gewebe appliziert wird.“ (2)
Autologes PRP ist populär geworden in der Behandlung fast aller chirurgischen Indikationen, vor allem aber bei akuten und chronischen Wundheilungsstörungen.
Ungeachtet des wachsenden klinischen Einsatzes und der Euphorie über denselben, sei „die klinische Effektivität dieser Therapie wissenschaftlich unbewiesen“ und seien „die meisten Patientendaten empirisch“. Deshalb war es das Anliegen der soeben genannten Studie, „die Thrombozyten und freigesetzten Wachstumsfaktoren des hergestellten PRP genau zu zählen“. Und tatsächlich ist hier eine signifikante Steigerung sämtlicher festgestellter Wachstumsfaktoren bis auf IGF-1 evident.
In den anderen Studien über Haarverlust und Anti-Aging-Gesichtsbehandlungen kommen deren Autoren zu ähnlichen, ausschließlich positiven Ergebnissen, was die Wirksamkeit von PRP angeht. (3)

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Naturheilpraxis 07/2018

Erschienen am 02. Juli 2018