Ein Protein des menschlichen Fettstoffwechsels reduziert die Bildung von Ablagerungen in Blutgefäßen. Das fand ein Forscherteam aus Jena und München heraus. Die sogenannten Plaques lagern sich an den Gefäßwänden ab und führen so auf lange Sicht zu Verengungen – mit teilweise gravierenden Folgen. Neben Herzinfarkt und Schlaganfall wird auch die Alzheimerkrankheit durch Ablagerungen im Gewebe bedingt. Das Ergebnis der Studie könnte ein vielversprechender Ansatz bei der Prävention und Behandlung solcher Krankheiten sein. Die Forscher haben herausgefunden, dass das Apolipoprotein E (ApoE) als Komplementinhibitor fungiert und die Komplementinhibition bei Mäusen sowohl die Bildung arterieller Ablagerungen als auch chronische arterielle Entzündungen reduziert. Ob dieser Mechanismus auch beim Menschen greift, müssen weitere Versuche zeigen. Komplementinhibitoren werden bei Nierenerkrankungen eingesetzt, sind also bereits als Medikamente zugelassen. Eine gute Voraussetzung für weitere und zügige Forschung – eine Versuchsgruppe von 200 Personen wird bereits beobachtet, um die Untersuchungen zu erweitern.