Steht eine Hygienekontrolle durch die zuständige Behörde an, ist die Anspannung groß. Allerdings müssen Praxisinhaber nichts befürchten, wenn sie die Umsetzung der Hygienevorschriften befolgen. Frau Dr. Sibylle Viehöver ist im Sachgebiet Infektionshygiene und Medizinalwesen im Referat für Gesundheit und Umwelt der Stadt München tätig. Sie weiß, wo sich potenzielle Stolperfallen befinden, und gibt hilfreiche Tipps.

Was gehört generell zur Praxishygiene?

Das Gebiet ist ein weites Feld. Hierzu zählt zuerst einmal die hygienegerechte Praxisausstattung. Im Tagesgeschäft wichtig sind allgemeine Hände- und Flächenhygiene, der richtige Umgang mit Sterilgut und die Aufbereitung von Medizinprodukten. Außerdem gehören Standards für alle infektionskritischen Tätigkeiten dazu, also zum Beispiel Injektionen oder Infusionen zur Praxishygiene.

Welche Probleme bemängeln Sie bei einer Begehung am häufigsten, und haben Sie Tipps zur Vermeidung?

Häufig gibt es Verbesserungspotenzial bei der Händehygiene. Sie ist die weltweit wichtigste Maßnahme, um Infektionskrankheiten zu vermeiden. Diese Mängel sind meist auf nicht vollständig ausgestattete Waschplätze zurückzuführen. Besonders wenn eine Praxis infektionskritische Tätigkeiten anbietet, müssen spezielle Anforderungen eingehalten werden.