Fachforum
Naturheilpraxis 04/2022

Power fürs Gehirn – Mikronährstoffe im Einsatz

Intelligenz und geistige Leistungsfähigkeit werden durch Gene, aber auch durch die Ernährung beeinflusst. Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und Fettsäuren verbessern deutlich die Konzentration, die Denk- und Lernfähigkeit, das Erinnerungsvermögen sowie die Kreativität.

Ein Beitrag von Nathalie und Dr. Edmund Schmidt
Lesezeit: ca. 11 Minuten
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Besonders wichtig ist eine gute Mikronährstoffversorgung für den heranwachsenden Organismus eines Kindes während der Entwicklungsphase. Kommt es in dieser Zeit zu einer Unterversorgung, beispielsweise mit Vitamin D, Vitamin B12, Vitamin C, Jod oder Eisen, führt dies zu strukturellen Entwicklungsstörungen im Gehirn. Unter Umständen leiden die Menschen lebenslang unter kognitiven Defiziten.

Unser Gehirn macht nur etwa zwei Prozent der Körpermasse aus, verbraucht jedoch täglich ein Fünftel der Energie (vor allem Glukose), die wir über die Nahrung zuführen. Mikronährstoffe sind dabei unentbehrlich für die Synthese der Nervenstrukturen im Gehirn sowie für die Leistungsfähigkeit des zentralen Nervensystems. Speziell im Alter, aber auch bei starkem Stress in jüngeren Jahren, leiden viele Menschen unter Konzentrationsstörungen, Vergesslichkeit und Schlafstörungen. Eine adäquate Mikronährstoffversorgung ist eine zentrale Voraussetzung für mentale Gesundheit. Bei einer Unterversorgung mit nur einem einzelnen Vitalstoff treten mentale Störungen auf, meistens sind Mikronährstoffmängel jedoch kombiniert, denn diese interagieren miteinander oder benötigen Partner für ihre Funktionen. Dass die Ursache dafür an einer vitalstoffarmen Ernährung liegen kann, ist wenig bekannt. Menschen, die unter starkem Stress stehen, ernähren sich oft einseitig mit weniger gesunden Lebensmitteln und kompensieren das nicht selten mit Nikotin, Alkohol oder anderen Suchtmitteln, die ebenfalls Mikronährstoffe verbrauchen. Alte Menschen neigen dazu, sehr wenig zu essen, da der Kalorienbedarf sinkt, allerdings steigt der Mikronährstoffbedarf an, da Medikamente und Krankheiten diesen erhöhen.

Durch den natürlichen Alterungsprozess kommt es im Gehirn zu Strukturveränderungen, wie dem Ausdünnen der Hirnrinde und einer Volumenabnahme vor allem im Frontalhirn, im Hippocampus und im präfrontalen Cortex. Dabei werden im präfrontalen Cortex die größten Verluste beobachtet, sodass es als Folge beim Älterwerden zu Verlusten des Arbeitsgedächtnisses sowie der kognitiven Funktionen kommen kann. Jeder Verlust an Neuronen steht eng mit entzündlichen Veränderungen im Zusammenhang.

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Naturheilpraxis 04/2022

Erschienen am 01. April 2022