Hochreines Cannabidiol (CBD) kann den Signalweg bestimmter Hirntumorzellen, Glioblastomzellen, blockieren und diese dadurch in den Zelltod treiben. Das haben deutsche Forscher bei Zellkulturversuchen mit Glioblastomzellen von Menschen und Mäusen entdeckt. Es ist schon länger bekannt, dass bestimmte Gehirnzellen körpereigene Cannabinoide ausschütten, wenn sich im Hirn beispielsweise ein Glioblastom gebildet hat. Dabei handelt es sich um einen recht häufigen und bösartigen Hirntumor. Anhand der Zellkulturversuche mit Glioblastomzellen wollten die Forscher herausfinden, wie diese Zellen auf Cannabinoide reagieren. Dafür wurde hochreines CBD zu den Kulturen gegeben, mit dem Ergebnis, dass innerhalb von zwei bis drei Tagen nach der CBD-Zugabe die meisten Glioblastomzellen abstarben. Biochemische und zellbiologische Analysen zeigten, dass CBD das Wachstum der Tumorzellen unterdrückt, indem es einen für das Wachstum essenziellen Signalweg blockiert und dadurch die Apoptose der Tumorzellen induziert. In Anwesenheit von CBD wird der Transkriptionsfaktor NF-κB laut den Forschern in einen Tumorsuppressor umgewandelt. Allerdings tritt dieser Effekt offenbar nur bei bestimmten Typen von Glioblastomzellen auf, weshalb weitere Forschungen nötig sind.

Quelle

Scinexx. n.rpv.media/38u