Die Lehre des Yoga stammt aus Indien und umfasst Übungen für Körper und Geist. In der Praxis gibt es sowohl meditative als auch körperbezogene Strömungen, die aufgrund der vielen positiven Auswirkungen auf den Menschen als individuelle Bereicherung gelten. Auch für chronisch Kranke soll Yoga geeignet sein. Allerdings herrschte bislang Uneinigkeit darüber, ob dies auch für Patienten mit einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) gilt.
Chinesische Forscher verglichen nun in einer Übersichtsstudie die Ergebnisse von zehn einzelnen Studien. Es stellte sich heraus, dass yogapraktizierende COPD-Patienten im Vergleich zur Kontrollgruppe bessere Resultate bei einigen Lungenfunktionswerten und der CO2-Konzentration im Blut aufwiesen. Außerdem schnitten sie bei der Belastungsausdauer und dem Belastungsempfinden besser ab. Schließlich gab die Yoga-Gruppe an, dass die Symptome ihrer Erkrankung allgemein geringer ausfielen und dass sie dadurch an Lebensqualität gewinnen konnten. Aufgrund der Ergebnisse befinden die Forscher, dass Yogatraining als geeignetes Begleitprogramm für COPD-Patienten dienen kann.