Praktizieren Depressive Qigong, erinnern sie sich an positive Erlebnisse, wenn sie ihren Körper nach oben öffnen. Dies ergab eine Studie mit 40 depressiven Patienten, die stationär behandelt wurden und regelmäßig Qigong übten. Forscher der Universität Witten-Herdecke untersuchten dabei die Wirkung der Qigong-Bewegungen auf das Gedächtnis der Teilnehmer. Sie verglichen hierzu, welchen Einfluss nach oben öffnende Bewegungen und Abwärtsbeugungen auf das affektive Gedächtnis haben. Da der Oberkörper von Patienten mit Depressionen oftmals nach vorn und unten zusammengesunken ist, nahmen die Forscher an, dass die entgegengesetzte Bewegung nach oben und außen einen Einfluss auf die Psyche haben könnte. Um dies zu überprüfen, sollten die Studienteilnehmer auf erwachende Erinnerungen während der Ausführung der Übungen achten. Bei der Auswertung der Ergebnisse stellten die Psychologen fest, dass die nach oben gerichteten Bewegungen Erinnerungen an positive Ereignisse stimulierten. Sie nehmen daher an, dass bei Depressionen ein enger Zusammenhang zwischen dem motorischen System und der Kognition besteht. Autorin: Sabine Ritter