Schwerpunkt
Naturheilpraxis 05/2019

Phytotherapie in der TEM

Sie wollen Arzneien aus anderen Ländern, und in ihrem Garten vor ihrem Haus wächst Besseres. (Paracelsus)

Ein Beitrag von PeterGermann
Lesezeit: ca. 7 Minuten

Nun werden einige von Ihnen sagen: „Im Sumpf der Abkürzungen muss nun auch die europäische Heilkunst herhalten; TCM (traditionelle chinesische Medizin), TTM (traditionelle thailändische Medizin) und jetzt auch noch TEM!“
Dies ist nur die eine Seite der Wahrheit. Fakt ist, dass die TCM – auch durch unsere Mithilfe – weitaus differenzierter definiert ist als unsere eigenen medizinischen Traditionen. Die vermeintliche Herkunft der europäischen Wurzeln aufzuschlüsseln, ist mehr als nötig.

Woher kommt unsere europäische Medizin?

Diese Grundfrage ist schon deshalb schwer zu beantworten, weil wir nur noch ein rudimentäres Flickwerk der TEM vor uns haben. Die Autoren von „Grundlagen der Traditionellen Europäischen Naturheilkunde“ beschreiben es als „bruchstückhaftes Strandgut einer Jahrtausende alten Tradition“ (1).

Anders als die TCM, die in ein übergeordnetes philosophisches Fundament gebunden und mit einem gut erprobten Diagnose- und Therapiekonzept versehen ist, besteht die TEM aus einem Konglomerat von Medizin, Philosophie, Religion, Mythologie, Botanik, Chemie, Säftelehre, Astrologie, Signaturenlehre und so weiter. Sie weist großen Erfahrungsreichtum in Diagnose und Therapie auf, ist in sich aber nicht bis ins letzte Detail konsistent, da sie sehr unterschiedliche Hintergründe hat.
Geschichtlich werden Einflüsse aus der mesopotamischen Kultur, aus dem alten Ägypten, dem antiken Griechenland, den Traditionen des nordafrikanischen Bereichs und den Anwendungen aus Süd-, Mittel- sowie Nordeuropa genannt. Da Europa und Asien als Kontinente zusammenhängen und gar nicht klar trennbar sind, sind die östlichen Traditionen der dort entwickelten Medizin vermutlich ebenso in unser System eingeflossen.

Lesen Sie den vollen Artikel in

Naturheilpraxis 05/2019

Erschienen am 02. Mai 2019