Schwerpunkt
Naturheilpraxis 06/2018

Phytotherapie bei stumpfen Verletzungen

Oft geht es schneller als ein Wimpernschlag, ein kurzer Augenblick mangelnder Aufmerksamkeit, und schon ist es passiert: eine Muskelzerrung, ein Bänderriss, eine Prellung oder gar ein Knochenbruch. All diese Verletzungen brauchen ihre Zeit, um zu heilen. Sie sind meist schmerzhaft und schränken die Lebensqualität ein. Doch mit ein paar Tipps aus der Naturheilkunde kann man den Heilungsprozess effektiv unterstützen und die Beschwerden lindern.

Ein Beitrag von Sabine Ritter
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Stumpfe Traumata betreffen häufig das Sprunggelenk oder Knie, aber auch Zehen, Finger, Handgelenk, Ellbogen oder Schulter können betroffen sein. „Pech gehabt“ – mit diesem Spruch hat man meist nicht nur die Situation treffend beschrieben, sondern zugleich die Kurzanleitung für die ersten Maßnahmen parat: Pause – Eis – Compression – Hochlagern (PECH). Bei stumpfen Traumata sollten die Betroffenen also sofort pausieren, ihre Verletzung kühlen, einen Kompressionsverband anlegen und die verletzte Extremität hoch lagern bzw. ruhig stellen. Allerdings wird man bei einem Knochenbruch dem Opfer die Kompression eher ersparen und stattdessen die Verletzung polstern (1).

Die Diagnose wird im Anschluss bei der ärztlichen Untersuchung gestellt. Zudem wird der Arzt die Verletzung versorgen und dem Patienten Ruhe verordnen. Doch welcher Patient begrüßt eine Verletzung als willkommene Gelegenheit für Ruhe und Entspannung? Diese Patienten gibt es sicher auch, doch suchen sie selten im Anschluss eine Praxis für Naturheilkunde auf. Diejenigen, die nach einer phytotherapeutischen Begleittherapie fragen, erhoffen sich eine Verkürzung ihrer Zwangspause, eine Beschleunigung der Heilung, manchmal auch Schmerzlinderung.