Schwerpunkt
Naturheilpraxis 10/2022

Pflanzliche Unterstützung für Herz und Kreislauf

Das Herz als "Motor des Lebens" schlägt etwa 100 000 Mal am Tag und "pumpt" dabei über das Kreislaufsystem ca. 7 200 Liter Blut durch unseren Körper. Es wird jedoch auch als Sitz unserer Seele angesehen und nimmt einen zentralen Platz ein, wenn es um unsere physische und psychische Gesundheit geht. Ganzheitliche Begleitung für Herz-Kreislauf-Erkrankungen sollten daher immer auch seelische Aspekte einbeziehen.

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„Herzensangelegenheiten“ sind diejenigen, die uns besonders wichtig sind und in die wir unser gesamtes „Herzblut“ investieren. Das Herz ist eng mit unserer Persönlichkeit verbunden und mit unserer Lebenskraft – nicht nur auf körperlicher Ebene. Wie eng die Verknüpfung ist, kann man leicht daran erkennen, dass Herzerkrankungen im Alter oftmals dazu führen, dass Patienten einen großen Teil ihrer Lebensfreude und ihrer „Herzlichkeit“ einbüßen.

Hilfe aus der Pflanzenwelt

In der Pflanzenwelt finden wir Komponenten, die – im Idealfall durch die Hand des Alchemisten in ihrer Wirkung zur Vervollkommnung gebracht – das Herz als Organ stärken und gleichzeitig die Herzensfreude pflegen können.

Bischofskraut

Das Bischofskraut findet bereits im Papyrus Ebers im alten Ägypten Erwähnung als Heilmittel. Seine Anwendungsgebiete sind vielfältig und reichen von der Frauenheilkunde bis zum Wundkraut. In der modernen Pflanzenheilkunde konnten Inhaltsstoffe nachgewiesen werden, die stark krampflösend wirken, insbesondere auf die glatte Muskulatur. Deshalb gehört die Unterstützung der Koronargefäße heute zu den Hauptanwendungsgebieten neben dem Asthma bronchiale. Auch bei Altersherz, Bluthochdruck und Herzrhythmusstörungen wird der Doldenblütler begleitend eingesetzt. Da reine Pflanzenauszüge in höheren Dosierungen über langen Zeitraum unerwünschte Nebenwirkungen verursachen können, sind spagyrische oder homöopathische Zubereitungen von Ammi visnaga zu bevorzugen.