Das polyzystische Ovarialsyndrom (PCO-Syndrom) zählt zu den häufigsten Stoffwechselstörungen geschlechtsreifer Frauen. Es beeinflusst sowohl den Zucker- als auch den Fettstoffwechsel negativ. Die Folge sind oft erhöhte Blutzucker-, Triglyzerid- und LDL-Cholesterinspiegel, was wiederum das Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko erhöht. Über die Ernährung lässt sich Einfluss auf die Erkrankung und ihre Symptome nehmen. Meist wird Patientinnen zur „Therapeutic Lifestyle Changes Diet“ (TLC-Diät) geraten, bei der mehrfach ungesättigte Fettsäuren und komplexe Kohlenhydrate auf dem Speiseplan stehen. Eine kanadische Studie verglich den Nutzen dieser TLC-Diät mit einer Hülsenfrüchte-basierten Diät. Zusätzlich zur jeweiligen Diät sollten die Studienteilnehmerinnen an fünf Wochentagen aerobes Training absolvieren. Nach 16 Wochen waren bei der Studiengruppe mit der Hülsenfrüchte-Diät deutlich stärkere Verbesserungen zu sehen. Ihr Zuckerstoffwechsel und ihr Blutdruckwert hatten sich verbessert, der Triglyzeridwert und das LDL-Cholesterin waren gesunken, die HDL-Cholesterin-Konzentration gestiegen. Sogar ein Jahr nach der Diät blieb der positive Effekt auf den Cholesterinspiegel bei der Hülsenfrüchte-Gruppe erhalten.