Hinsichtlich des Pathomechanismus von Mammakarzinomen konnten in jüngster Zeit besonders Östrogenmetabolite als kanzerogene Agentien identifiziert werden. Dies beinhaltet auch die Chance, in den Metabolismus der Östrogene einzugreifen und das kanzerogene Risiko zu senken. Licochalkon A (1) aus der Süßholzwurzel und Xanthuhumol (2) aus dem Hopfen sind vielversprechende Kandidaten der Prävention.

Die International Agency for Research on Cancer (IARC) zählt Östron und Östradiol zu den Substanzen, die bei Versuchstieren und Menschen karzinogen sind. Eine Expertengruppe des National Toxicology Program des National Institute of Environmental Health Sciences der USA schlug bereits im Dezember 2000 vor, die steroidalen Östrogene in die Liste der Karzinogene aufzunehmen. Dieses Gremium betonte, dass „Östrogene nicht nur mit einem erhöhten Risiko für Karzinome assoziiert sind, sondern dass es sich um Substanzen handelt, die bekannte Ursachen von menschlichen Karzinomen sind“ (3, 4).