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Naturheilpraxis 04/2019

Pathogene Faktoren mit westlichen Arzneipflanzen ausleiten

Wind, Kälte, Hitze, Feuchtigkeit und Schleim sind pathogene Faktoren in der traditionellen chinesischen Medizin. Die Terminologie ist nicht modern, aber die Patienten mit einer Wind- oder Schleimerkrankung haben wir jeden Tag in der Praxis. Die bewährten Therapiekonzepte mit Arzneipflanzen funktionieren auch mit westlichen Pflanzen sehr gut.

Ein Beitrag von Sabine Ritter
Lesezeit: ca. 9 Minuten

Als sich die theoretischen Grundlagen der chinesischen Medizin vor mehr als 2 000 Jahre entwickelten, ahnte man noch nicht, dass Bakterien, Viren, Pilze oder Würmer Erkrankungen verursachen. Man kannte auch noch keine Pathophysiologie im heutigen Sinne. Die Menschen beobachteten damals vielmehr die Verläufe von Erkrankungen und suchten Gemeinsamkeiten mit anderen Phänomenen. So entstand eine Vorstellung von pathogenen Faktoren, die allein oder in Kombination für Erkrankungen verantwortlich gemacht wurden. Dabei unterschied man zwischen pathogenen Faktoren, die wie Wind, Kälte, Hitze oder Feuchtigkeit von außen eindringen, von solchen, die eine Folge einer Dysbalance der inneren Organe sind. Auf dieser Grundlage entwickelte man schließlich Therapiestrategien.

Hierfür erwies es sich als unerlässlich, zu unterscheiden, ob eine Erkrankung mit Fülle oder Leere einhergeht. So kann eine leere Kälte beispielsweise Folge einer Yang-Leere sein, während sich die leere Hitze auf der Basis einer Yin-Leere entwickelt. Blut-Leere, starke Hitze oder ein aufsteigendes Yang können dagegen mögliche Ursachen für inneren Wind sein. Während bei Leere die zugrunde liegende Ursache behoben werden muss, um eine Erkrankung erfolgreich zu behandeln, muss bei Fülle der pathogene Faktor ausgeleitet werden. Dieser Artikel befasst sich mit dem Eliminieren von Fülle mittels westlicher Arzneipflanzen bei verbreiteten Syndromen (1, 2).

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Naturheilpraxis 04/2019

Erschienen am 01. April 2019