Parodontitis ist kein lokales Phänomen, sondern als Folge einer Regulationsstörung Symptom einer ernst zu nehmenden systemischen Erkrankung. Die orthomolekulare Medizin eignet sich besonders, um das Entzündungs- und Destruktionsgeschehen bei Parodontalerkrankungen abzubauen.

Obwohl sich die Zahnhygiene in der Bevölkerung im Verlauf der letzten Jahre und Jahrzehnte konstant verbessert hat, leiden immer mehr Menschen unter Parodontalerkrankungen. Viele Zahnärzte stehen diesem Phänomen hilflos gegenüber und können die Entzündung und Destruktion des Parodonts mit dem klassischen zahnärztlichen Behandlungsspektrum nicht therapieren. Das ist insofern dramatisch, als die Parodontitis mit weiteren schweren Erkrankungen wie Diabetes, Arteriosklerose und unterschiedlichen Arten von Krebs assoziiert wird. Kollegen, die ihren Patienten nicht mehr helfen können, entlassen also die fast 10 Prozent aller Menschen ab 35 und die beinahe 20 Prozent der über 64-Jährigen, die unter einer schweren chronischen Parodontitis leiden, in eine ungewisse Zukunft. Bei solchen Fällen, bei denen mit den klassischen Reinigungsmaßnahmen, unterschiedlichsten Operationstechniken und im Einzelfall Antibiotikagaben keine Erfolge mehr erzielt werden können, liegt in der Regel eine systemische Silent Inflammation vor.