Laut einer Schätzung der Deutschen Diabetes Gesellschaft kostet Diabetes die Sozialkassen jährlich rund 35 Milliarden Euro. Neben der Insulintherapie wird den Patienten meist eine Ernährungsumstellung und Gewichtsreduktion empfohlen und zu einem aktiveren Lebensstil und zu Stressreduktion geraten. Aber können auch weitere komplementäre Maßnahmen sinnvoll sein?

Osteopathie zur Unterstützung?

Unter osteopathischen Gesichtspunkten („Leben ist Bewegung“) können Verbesserungen der Zirkulation von Flüssigkeiten rund um den Pankreas und die Befreiung umliegender Organe und Gewebe eine mögliche Maßnahme sein. Aus diesen Gründen kann die Osteopathie beim Diabetes mellitus Typ 2 eine unterstützende Tätigkeit leisten. Sie kann die Krankheit nicht heilen, jedoch positiv beeinflussen. Der Osteopath versucht über die Behandlung von verschiedenen Bindegewebsstrukturen (Faszien) die Organe, welche die Bauchspeicheldrüse umgeben – z. B. Magen, Darm und Leber – sowie bestimmte Brustwirbelsäulenabschnitte zu mobilisieren, um somit die Ver- und Entsorgung der Bauchspeicheldrüse positiv zu beeinflussen. Diese Art der manuellen Mobilisation könnte den Stoffwechsel in der Region der Bauchspeicheldrüse verbessern. Damit könnten mögliche Spätfolgen, wie ein diabetischer Fuß, Erblindung oder Gefühlsstörungen in den Armen und Beinen, vermieden werden.