Schwerpunkt
Naturheilpraxis 05/2019

Ordnungstherapie? Besser Diaita – Lebensordnung!

Peter Levin beklagt in der Zeitschrift für Osteopathie, dass sich die Beschränkung auf zwei Ordnungszustände – die osteopathische Funktion beziehungsweise die Dysfunktion – als Entwicklungshindernis für die Methode erweise. Mit nur zwei Begriffen lassen sich wesentliche physiologische Parameter nicht angemessen zuordnen und damit auch nicht verstehen.

Ein Beitrag von Dr. med. Klaus G. Weber
Lesezeit: ca. 8 Minuten

Selbst die klinische Medizin kennt in ihrer Praxis diese für den Therapieerfolg durchaus schädliche Einschränkung: Der Patient „hat etwas“ (einen objektivierbaren Befund) oder „hat nichts“ (keinen objektivierbaren Befund), und wenn er trotzdem über Beschwerden klagt, „hat er vielleicht einen an der Waffel“ – d. h. vermeintlich psychosomatische Beschwerden, auch wenn es für diesen Rückschluss keine nachprüfbaren Belege gibt. In der traditionellen europäischen Medizin war der Blick auf die Gesamtsituation des Patienten dagegen ein selbstverständliches Muss.

Die Scheu davor, möglichst viele Einflussfaktoren auf Befinden und Befund zu berücksichtigen, ist verständlich. Mit jedem zusätzlichen Parameter gehen Selbstsicherheit und Handlungsgewissheiten verloren. Die Heilkunde bewegt sich dabei weg von ihren rein naturwissenschaftlich quantifizierbaren Grundlagen und wird immer mehr zu einer Heilkunst. Neben viel Wissen sind in dieser Heilkunst Erfahrung, Empathie, Resonanzvermögen und die Bereitschaft gefragt, persönliche Sichtweisen jederzeit infrage zu stellen (1).

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Naturheilpraxis 05/2019

Erschienen am 02. Mai 2019