Orale Kontrazeptiva erhöhen das Risiko für eine vorzeitige Menopause vor dem 45. Geburtstag wohl nicht. Das hat eine US-amerikanische prospektive, populationsbasierte Kohortenstudie ergeben. Für die Studie wurden die Daten von mehr als 100 000 Probandinnen analysiert, die zu Studienbeginn zwischen 25 und 42 Jahre alt waren und jeweils bis zu ihrem 45. Geburtstag bzw. dem Eintritt einer frühen Menopause nachbeobachtet wurden. Von den Teilnehmerinnen hatten 83 Prozent mehr oder weniger lange orale Kontrazeptiva genommen. Insgesamt trat bei 2,4 Prozent der Probandinnen die Menopause vorzeitig ein. Nach dem Abgleich anderer Einflussfaktoren konnte kein Zusammenhang zwischen oraler Kontrazeption und früher Menopause festgestellt werden. Offenbar spielen weder die Einnahmedauer noch der Zeitraum oder die Art der oralen Kontrazeption eine Rolle. Auch wenn die Daten von Frauen verglichen wurden, die niemals orale Kontrazeptiva benutzt hatten, konnte keine signifikante Risikodifferenz hinsichtlich eines vorzeitigen Eintritts der Menopause gefunden werden. Umgekehrt zeigte sich jedoch auch, dass orale Kontrazeption das Risiko für eine frühe Menopause nicht reduziert, was durchaus möglich gewesen wäre.

Quelle

ÄrzteZeitung. n.rpv.media/38y